Ich glaube der Liebste hegt ernste Absichten. Das wäre ja jetzt im ersten Augenblick nicht das Schlechteste. Aber im zweiten Augenblick und der Zweite ist immer der des Verstandes und nicht des Herzens, ist dass sehr, sehr beängstigend und, naja, zum weglaufen. Wer meinen Blog ein wenig verfolgt hat, der weiß, dass ich dazu neige, in solchen Situationen schnellstmöglich das Weite zu suchen. Aber zunächst die Erklärung, wie ich jetzt darauf komme, dass aus dem Spass Ernst werden soll, oder vielleicht doch eher ein Fridolin.
Demletzt war das Xpentesilea geschäftlich einen Samstag in Frankfurt und aufgrund wetterbedingter Störungen (mein Unwort des Jahres 2010) war ich gezwungen 3 Stunden am Flughafen in Frankfurt rumzuhängen. Es war kalt. Ich war müde. Ich war genervt. Auf einem Zwischenstopp Richtung Heimat verabredete ich mich mit dem Liebsten, der nach der Arbeit mit mir zusammen nach Hause fahren wollte. Da kam er. Mit einem Lebkuchenherz. "Hab dich lieb", stand darauf. Süß! Zu Hause angekommen meinte er: "Ich wollte dich eigentlich schocken, auf Knien auf den Bahnhof robben un dich fragen ob du mich heiraten willst." Schock. Ein Gefühl, als ob ein Boxer mit einer starke Linken direkt in den Magen schlägt! "Hättest du ja gesagt?"... Ähhhmm. Schluck. "Ja, denke schon"
Das war die erste Andeutung in diese Richtung und kaum hatte ich den Schock verdaut, kam der Nächste. Es war nach dem ewig langen Weihnachtsessen bei meiner Mutter. 8 Stunden Familie, Essen, Bescherung, Kartenspiele. Es war anstrengend und ich war fasziniert, dass mein Freund, der Moslem, der so etwas noch nie vorher durchmachen mußte, es ohne mit der Wiper zu zucken hingenommen hat. Danach im Bett, wir waren beide sehr froh, dass Weihnachten ein Ende hatte, sagt er: "Ich liebe dich. Heirate mich." Schock Nummer 2 innerhalb einer Woche. Oh Mann, mein hypochondrisches Ich schrammt immer nur knapp an einem Herzinfarkt vorbei wenn sowas ist. Jedoch merkte ich plötzlich etwas anderes als nackte Panik. Nämlich als er meinte: "Oh nein, dass war zu unromantisch. Und ich hab nichtmal einen Ring." Da fühlte ich etwas komplett Neues, dass ich so gar nicht kannte. Enttäuschung. Enttäuschung darüber, dass es doch nicht ernst gemeint war. Da habe ich erkannt, dass ich diesmal wahrscheinlich weder "nein", noch "vielleicht" sagen werde, sondern einfach nur "ja".
Sonntag, 2. Januar 2011
Dienstag, 21. Dezember 2010
die definition von glück
Was ist Glück? Mein Bruder ist dann glücklich, wenn er viel Geld verdient und es am besten niemanden auf der weiten Welt gibt, der mehr verdient. Sprich, sein Berufswunsch heißt Bill Gates. Aber ist das wirklich Glück? Ich denke das Glück eines Menschen liegt in den Kleinigkeiten, die im Leben passieren! Wenn ich, wie jetzt, morgens im Büro sitze. Kein Mensch außer mir ist da. Ich höre meinen Weihnachtsradiosender und es kommt eines der wunderschönen Lieder. Die Sonne geht über den Dächern der Stadt auf und scheint durch die Fensterfront meines Büros in mein Gesicht. Ich schließe die Augen, genieße den Moment. Das ist für mich unendliches Glück. Mit Geld nicht zu kaufen!
Mittwoch, 15. Dezember 2010
liebe dich selbst, dann lieben dich andere
Kennt ihr diesen Spruch?? Ich habe lange Zeit gedacht, dass dieser Spruch totaler Schwachsinn ist. Wie soll das funktionieren??? Wie kann ich mich mögen, wenn jemand anderes mich nicht mag. Jetzt habe ich festgestellt das dies das einzige Rezept ist um sein Glück zu finden. Fast mein ganzes Leben lang hatte ich Untergewicht, war super-schlank und hab in jedem Kleidungsstück perfekt ausgesehen. Doch glücklich war ich nie. Klar hat es mir gefallen das ich dürre war. Aber Glück hab ich in all den Jahren nie gefunden. Jetzt wiege ich normal. Am Anfang war es schwer das zu akzeptieren und ab und zu ist es das immernoch. Dann gibt es da aber das ganze Essen, dass ich entdecke. Jeden Tag eine andere Köstlichkeit. Ich kann gar nicht glauben, dass ich auf diese Sachen verzichtet habe. Außerdem bin ich fasziniert davon, dass sogar ich einen Busen haben kann. Nicht nur zwei Nippel auf einem Brett. Außerdem habe ich jetzt einen kleinen Bauch der Ole heißt und einen Po, der sich auch Po nennen darf. Und ich muß nicht mehr trinken, um mich lebendig zu fühlen. Ich lebe jetzt auch so... Ohne Alkohol und der Suche nach Anerkennung. Und mein Freund liebt mich auch so. Wie ich bin. Ich selbst. Glücklich.
Dienstag, 14. Dezember 2010
willkommen
Liebe Anna,
herzlichst willkommen in meiner kleinen Welt... Schön das du vorbeischaust...
Ich hoffe ich werde bald wieder die Zeit und die Muse finden um witzige, spritzige, tiefsinnige, verliebte oder böse Beiträge zu bringen!!
herzlichst willkommen in meiner kleinen Welt... Schön das du vorbeischaust...
Ich hoffe ich werde bald wieder die Zeit und die Muse finden um witzige, spritzige, tiefsinnige, verliebte oder böse Beiträge zu bringen!!
Freitag, 3. Dezember 2010
es könnte alles so perfekt sein....
Es könnte alles so perfekt sein. Die perfekte Love Story. Der Prinz auf dem weißen Schimmel, reitet in mein Leben und rettet mich, die nicht ganz so prinzessinnen-mäßige Prinzessin. Und ja, es war genauso... Der Liebste kam in mein Leben und alles war rosa... Ist es immernoch. Es ist sozusagen nahezu perfekt.
Aber eben nicht vollkommen. Jetzt könnte man meinen das Frau immer irgendwas nicht perfekt findet. Wenn es nicht die Haare sind, die nicht richtig "fallen", so sind es vieeelll zu wenig Klamotten oder ein Kilo zuviel. Wie gesagt, irgendwas ist immer. Aber es gibt so ein paar Dinge, die hätte die Prinzessin in mir trotzdem mal gerne und nicht nur weil es sonst nichts zu meckern gibt.
Da wäre zum Beispiel ein aufrichtiges Interesse an meinem Beruf und an dem was ich jeden Tag erlebe. Ab und zu bekomme ich eine maue Frage nach meinem Tag. Bei meiner darauffolgenden Ausführung werde ich spätestens nach dem zweiten Satz unterbrochen und das Thema wird gewechselt. Sorry, dass mein Beruf bei weitem nicht so aufregend ist wie deiner. Dann wäre da noch die völlig überzogenen Vorstellung von einem Mann, der daheim die Wohnung in ein Meer aus Kerzen und Rosen verwandelt und mich nach allen Regeln der Kunst verführt wenn ich nach Hause komme. Denkste. Ich hab in einem Jahr Beziehung einmal Rosen bekommen und das auch nur weil ich mich beschwert habe. Mein Mann hat es nicht so mit der Romantik und da wird wohl eher ein Marsmännchen zu Besuch kommen, als das ich ein romantisches Liebeswochenende irgendwo verbringe. Mit dem Verführen hat er es auch nicht mehr so. Ich kann froh sein wenn wir im Monat 2 Mal mehr oder weniger aufregenden Sex haben... Aber gut, ich verstehe ja das man arbeitet und müde ist und so weiter und so fort.
Aber bei all dem ist sonst alles, wirklich alles perfekt... Sogar die Kleinigkeiten, die mich jeden Tag zur Weißglut treiben machen ihn zu meinem Prinzen. Vielleicht ist er nicht auf dem weißen Roß dahergeritten, aber trotzdem hat er mein Herz erobert und ich hoffe er gibt es nie wieder her!
Aber eben nicht vollkommen. Jetzt könnte man meinen das Frau immer irgendwas nicht perfekt findet. Wenn es nicht die Haare sind, die nicht richtig "fallen", so sind es vieeelll zu wenig Klamotten oder ein Kilo zuviel. Wie gesagt, irgendwas ist immer. Aber es gibt so ein paar Dinge, die hätte die Prinzessin in mir trotzdem mal gerne und nicht nur weil es sonst nichts zu meckern gibt.
Da wäre zum Beispiel ein aufrichtiges Interesse an meinem Beruf und an dem was ich jeden Tag erlebe. Ab und zu bekomme ich eine maue Frage nach meinem Tag. Bei meiner darauffolgenden Ausführung werde ich spätestens nach dem zweiten Satz unterbrochen und das Thema wird gewechselt. Sorry, dass mein Beruf bei weitem nicht so aufregend ist wie deiner. Dann wäre da noch die völlig überzogenen Vorstellung von einem Mann, der daheim die Wohnung in ein Meer aus Kerzen und Rosen verwandelt und mich nach allen Regeln der Kunst verführt wenn ich nach Hause komme. Denkste. Ich hab in einem Jahr Beziehung einmal Rosen bekommen und das auch nur weil ich mich beschwert habe. Mein Mann hat es nicht so mit der Romantik und da wird wohl eher ein Marsmännchen zu Besuch kommen, als das ich ein romantisches Liebeswochenende irgendwo verbringe. Mit dem Verführen hat er es auch nicht mehr so. Ich kann froh sein wenn wir im Monat 2 Mal mehr oder weniger aufregenden Sex haben... Aber gut, ich verstehe ja das man arbeitet und müde ist und so weiter und so fort.
Aber bei all dem ist sonst alles, wirklich alles perfekt... Sogar die Kleinigkeiten, die mich jeden Tag zur Weißglut treiben machen ihn zu meinem Prinzen. Vielleicht ist er nicht auf dem weißen Roß dahergeritten, aber trotzdem hat er mein Herz erobert und ich hoffe er gibt es nie wieder her!
Prinz Piss
Mein süßer Kater pinkelt auf meine Winterstiefel... Und zwar auf die Neusten... AAARRRRRRGGGGGHHHH!!!
Er möchte ganz dringend noch vor dem neuen Jahr seine Eier verlieren!!
Er möchte ganz dringend noch vor dem neuen Jahr seine Eier verlieren!!
Mittwoch, 17. November 2010
klassentreffen
Letzte Woche hatte ich Klassentreffen. Das Klassentreffen von meinem Realschulabschluß vor 10 Jahren. Ich fand es unheimlich spannend, was aus den ganzen Menschen wohl geworden ist. Natürlich hat man in Zeiten von Facebook zu dem ein oder anderen noch Kontakt oder liest zumindest was der Andere so treibt. So habe ich auch schon vor dem Treffen erfahren, dass eine damals sehr gute Klassenkameradin Mutter geworden ist. Außerdem hat ein anderer Klassenkamerad ein Restaurant... Facebook.
Der Abend war trotzdem sehr amüsant. Wir saßen in dem besagten Restaurant und haben versucht uns zusammen zu finden, so wie früher. Wir haben versucht wieder eine Einheit zu sein. Doch das Einzige, dass wir gemeinsam hatten, nach all den Jahren, waren die Erinnerungen. Wir alle haben ein Leben. Ein Leben das sich komplett von dem des Anderen unterscheidet. Jeder ist seinen eigenen Weg gegangen. Das hat mich dazu gebracht über meinen Weg nachzudenken und ob ich mit dem was war und ist zufrieden bin (eigentlich macht man das ja erst Sylvester, ich bin dieses Jahr etwas früher dran). 80% meiner damaligen Klassenkameradinnen sind verheiratet und haben 1+ Kinder. 2 Frauen haben "Karriere" gemacht. Ich zähle zu den zweien, die die Karriere bevorzugt hat und heute weder verheiratet ist, noch ein Kind hat. Nein, ich kann noch nicht mal eine Beziehung vorweisen, die Länger als 2 Jahre gedauert hat. Ein Heiratsantrag ist Welten entfernt und Kinder stehen vielleicht nie auf dem Plan. Und eigentlich bin ich mit diesem Leben zufrieden. Aber halt nur eigentlich. Denn, was habe ich davon? Ich studiere immernoch herum, habe zwar Unmengen an Wissen und in der Zukunft werde ich vielleicht soviel allein verdienen, wie bei den Ehefrauen+Müttern der ganze Haushalt zusammen. Aber eins fehlt. Das Gefühl gebraucht zu sein. Das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Und den Platz im Leben gefunden zu haben.
Der Abend war trotzdem sehr amüsant. Wir saßen in dem besagten Restaurant und haben versucht uns zusammen zu finden, so wie früher. Wir haben versucht wieder eine Einheit zu sein. Doch das Einzige, dass wir gemeinsam hatten, nach all den Jahren, waren die Erinnerungen. Wir alle haben ein Leben. Ein Leben das sich komplett von dem des Anderen unterscheidet. Jeder ist seinen eigenen Weg gegangen. Das hat mich dazu gebracht über meinen Weg nachzudenken und ob ich mit dem was war und ist zufrieden bin (eigentlich macht man das ja erst Sylvester, ich bin dieses Jahr etwas früher dran). 80% meiner damaligen Klassenkameradinnen sind verheiratet und haben 1+ Kinder. 2 Frauen haben "Karriere" gemacht. Ich zähle zu den zweien, die die Karriere bevorzugt hat und heute weder verheiratet ist, noch ein Kind hat. Nein, ich kann noch nicht mal eine Beziehung vorweisen, die Länger als 2 Jahre gedauert hat. Ein Heiratsantrag ist Welten entfernt und Kinder stehen vielleicht nie auf dem Plan. Und eigentlich bin ich mit diesem Leben zufrieden. Aber halt nur eigentlich. Denn, was habe ich davon? Ich studiere immernoch herum, habe zwar Unmengen an Wissen und in der Zukunft werde ich vielleicht soviel allein verdienen, wie bei den Ehefrauen+Müttern der ganze Haushalt zusammen. Aber eins fehlt. Das Gefühl gebraucht zu sein. Das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Und den Platz im Leben gefunden zu haben.
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