Morgen sind wir ein Jahr zusammen mein Liebster. Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich dir sagen kann, was ich fühle. Aber wir wissen beide, dass ich nicht gut über Dinge reden kann, die mit Gefühlen zu tun haben. Deshalb schreibe ich dir. Schreibe dir hier, in der kleinen Welt, die du mir geholfen hast zu erschaffen.
Es fühlt sich an, als wäre es gestern gewesen, dass ich mich in dich verliebt habe. Immernoch habe ich Schmetterlinge im Bauch, wie in dem Moment, als ich dich gefragt habe ob wir zusammen sein wollen. Nur mehr. Mehr Schmetterlinge. Größere. Sie fliegen immer dann in meinem Bauch hin und her, wenn ich morgens meine Augen aufmache und dich sehe. Dann, wenn ich beim einschlafen deine Hand halte. Du bist wie mein sicherer Ort. Ich weiß, dass hört sich ein wenig komisch an, aber ich weiß nicht, wie ich es sonst nennen soll. Bei dir fühle ich mich geborgen und geliebt. Du bist da, wenn ich mal wieder krank bin. Und du bist da, wenn die Angst mir die Luft zum atmen nimmt.
Eigentlich sind Beziehungen am Anfang unbeschwert und leicht. Das war unsere nicht. Ich wollte dich von mir stoßen, aus Angst, dass mein kleines Herz noch eine Narbe abbekommt. Das noch ein Mensch in meinem Leben mein Herz mit Füßen tritt.
Doch das hast du nicht getan. Du hast mein Herz beschützt und gepflegt. Du hast es gehalten, wenn es ihm schlecht ging.
Dafür möchte ich mich bedanken. Dafür und dafür das das "in guten wie in schlechten Zeiten" bei uns auch ohne Verprechen funktioniert.
Montag, 8. November 2010
Freitag, 5. November 2010
neuer kollege
So... Nun kommt er... Der lang versprochene und heiß ersehnte Bericht über den neuen Kollegen in meinem kleinem Büro. Wir sitzen ja zu viert in diesem Büro. Meine Wenigkeit, der Kollege 1, der Kollege 2 und zwei 400€-Mädels. Mit Kollege 1 verband mich von Anfang an etwas, das Rauchen. Doch auch nachdem ich diese erfüllende wenn auch tödliche Sucht aufgegeben habe, hatten wir durch lange und häufige Raucherpausen ein Band geknüpft, dass auch dem plötzlichen Nichtrauchertum meinerseits standhält. Wir haben kleine Rituale entwickelt, die wir pflegen. Zum einen gibt es immer eine Rolle Doppelkeks auf unserem Tisch, von der wir beide gerne und häufig naschen (seitdem ich hier arbeite habe ich 4 kg zugenommen!). Wir haben ein Lied, bei dem wir aneinander denken und wir wissen über die Essgewohnheiten des anderen Bescheid. Unsere Beziehung ist so tiefgründug, dass wir uns sogar über die diversen Darmaktivitäten des anderen unterhalten. Einige mögen das eklig finden, ich empfinde es als wahre Verbundenheit! Man könnte sagen, es ist wie die perfekte Beziehung nur ohne Liebe, Sex etc...
So. Nun ist Kollege 2 zu uns gestoßen. Man muß dazu sagen, dass ich aufgrund der permanenten Abwesenheit seiner Vorgängerin seinen Bereich gehegt und gepfelgt habe. Trotzdem war ich ganz glücklich, dass ich den Brocken endlich los wurde und jemand für diese riesenhafte Baustelle eingestellt wurde. Ich bin die Sache also komplett neutral und unkritisch angegangen. Bis er da war. Seitdem fühle ich mich als ob ich einem Dominikanerorden beigetreten bin . Denn es herrscht Stille. Und ich leide. Ich, die in der Minute gut und gerne 1000 Wörter schafft muß schweigen. Noch mehr leidet mein Freund, den ich all abendlich überfalle und bis in den Schlaf rede.
Aber nicht nur das, nein, er ist auch so furchtbar strebsam, dass jegliche Ablenkung von der täglichen Arbeit wie ein Kriegsverbrechen mit Erschießen beim Morgengrauen geahndet wird. Jedenfalls fühlt man sich so, wenn man seinen Blick sieht. Er erledigt alles mit einer Präzision, die selbst ein Samurai-Schwert vor Neid erblassen lässt und degradiert dadurch mich und Kollege 1 zu faulenzerischen Nichtsnutzen.
Neben seinen bisher erwähnten Vorzügen, hat er noch so etwas verschlagenes an sich, dass ich ihm zutrauen würde, dass er sowohl mich, als auch Kollege 1 ohne mit der Wimper zu zucken über die Klinge springen lassen würde! Er klüngelt mit Kollegen und mit äußerst wichtigen und exklusiven Geschäftskontakten. Diese Kontakte waren früher meine und nur meine.
Ich bin mir sicher, nach näherem Kennenlernen werd eich noch einiges mehr berichten können. Bis dahin ein hoch auf neue Kollegen!
So. Nun ist Kollege 2 zu uns gestoßen. Man muß dazu sagen, dass ich aufgrund der permanenten Abwesenheit seiner Vorgängerin seinen Bereich gehegt und gepfelgt habe. Trotzdem war ich ganz glücklich, dass ich den Brocken endlich los wurde und jemand für diese riesenhafte Baustelle eingestellt wurde. Ich bin die Sache also komplett neutral und unkritisch angegangen. Bis er da war. Seitdem fühle ich mich als ob ich einem Dominikanerorden beigetreten bin . Denn es herrscht Stille. Und ich leide. Ich, die in der Minute gut und gerne 1000 Wörter schafft muß schweigen. Noch mehr leidet mein Freund, den ich all abendlich überfalle und bis in den Schlaf rede.
Aber nicht nur das, nein, er ist auch so furchtbar strebsam, dass jegliche Ablenkung von der täglichen Arbeit wie ein Kriegsverbrechen mit Erschießen beim Morgengrauen geahndet wird. Jedenfalls fühlt man sich so, wenn man seinen Blick sieht. Er erledigt alles mit einer Präzision, die selbst ein Samurai-Schwert vor Neid erblassen lässt und degradiert dadurch mich und Kollege 1 zu faulenzerischen Nichtsnutzen.
Neben seinen bisher erwähnten Vorzügen, hat er noch so etwas verschlagenes an sich, dass ich ihm zutrauen würde, dass er sowohl mich, als auch Kollege 1 ohne mit der Wimper zu zucken über die Klinge springen lassen würde! Er klüngelt mit Kollegen und mit äußerst wichtigen und exklusiven Geschäftskontakten. Diese Kontakte waren früher meine und nur meine.
Ich bin mir sicher, nach näherem Kennenlernen werd eich noch einiges mehr berichten können. Bis dahin ein hoch auf neue Kollegen!
Donnerstag, 4. November 2010
wunderpille
Ich bin stolz auf mich... Warum? Weil ich dieses Quartal noch nicht beim Arzt gewesen bin. Jetzt werden einige sagen, dass das Quartal ja erst einen Monat und 4 Tage alt ist. Aber normalerweise wäre ich jetzt schon minimum 4 mal beim Hausarzt gewesen. Dieses Quartal bin ich noch nicht gestorben und habe auch noch keine tödliche Krankheit an mir diagnostiziert. Ich bin fröhlich und plappere viel. Ich habe wenig schlimme Gedanken und auch nur ein bißchen Angst vor der Angst.
Das kommt davon, dass ich mich nach einem dreijährigem Marathon von Panikanfall zu Panikanfall und mit unzähligen Krankenhausbesuchen, dazu durchgerungen habe Tabletten zu nehmen. Ich war der Ansicht, dass wenn ich das tue, also Tabletten nehme, genauer gesagt Psychopharmaka, dann bin ich offiziell psycho. Damit wäre es amtlich und schwarz auf weiß. Ich bin gestört.
Doch eigentlich bin ich nun endlich wieder normal. Ich kann wieder lachen und von mir und meinem Leben erzählen. Früher hatte ich nämlich sogar davor Angst, zu sprechen. Ich hätte mich verschlucken können und daran ersticken können.
Doch ab und zu hör ich immernoch genau hin. Versuche eine versteckte Gefahr zu erkennen und ein winziger Anflug von Angst kommt angeschlichen...
Das kommt davon, dass ich mich nach einem dreijährigem Marathon von Panikanfall zu Panikanfall und mit unzähligen Krankenhausbesuchen, dazu durchgerungen habe Tabletten zu nehmen. Ich war der Ansicht, dass wenn ich das tue, also Tabletten nehme, genauer gesagt Psychopharmaka, dann bin ich offiziell psycho. Damit wäre es amtlich und schwarz auf weiß. Ich bin gestört.
Doch eigentlich bin ich nun endlich wieder normal. Ich kann wieder lachen und von mir und meinem Leben erzählen. Früher hatte ich nämlich sogar davor Angst, zu sprechen. Ich hätte mich verschlucken können und daran ersticken können.
Doch ab und zu hör ich immernoch genau hin. Versuche eine versteckte Gefahr zu erkennen und ein winziger Anflug von Angst kommt angeschlichen...
Mittwoch, 3. November 2010
thema: hunger
Wie vielleicht bekannt gab es letzte Woche eine Themenwoche im Fernsehen, die mich doch sehr zum nachdenken angeregt hat. Es ging um Hunger und darum das Essen Leben bedeutet. Unweigerlich mußte ich darüber nachdenken wie mein Verhältnis bislang zu Essen und Hunger war. Dazu muß man für unwissende sagen, dass man bei einer ordentlichen Magersucht keinen Hunger in dem Sinne empfindet. Die ersten Tage hat man zwar schon Bauchschmerzen, aber mit genügend Ablenkung übersteht man das auch. Ab dem dritten Tag stellt sich das Hungergefühl ein und bei mir war es sogar so, dass ich danach einen richtigen Ekel vor dem Essen hatte. Jedes Mal wenn ich mir irgendwas hineingezwungen habe, weil irgendjemand in der Nähe war, hat mich danach eine furchtbare Übelkeit überfallen. Ich habe in all den Jahren nie darüber nachgedacht was für andere Menschen Hunger bedeutet. Ich habe nie gesehen, dass es Regionen auf der Welt gibt, in denen es nicht genug Lebensmittel gibt.
Es hungern 925 Millionen Menschen auf der Welt. 6.027 Kinder sterben täglich an den Folgen von Hunger. Wir hier in Deutschland, in einem Land, in dem es Essen im Überfluß gibt, hungern freiwillig. In Deutschland leiden ca. 5 Millionen Männer und Frauen unter Magersucht und Bulimie. Davon sind 3,7 Millionen Menschen stark untergewichtig.
Welche augenscheinliche Ironie sich daraus ergibt ist wohl unverkennbar.
Menschen, die gerne essen würden, können es nicht und sterben. Menschen die essen können, wollen es nicht und sterben in den extremsten Fällen auch. Und warum? Weil sie einem Ideal der Schönheit hinterherjagen. Wer nicht Größe 36 trägt ist nicht schön. Das suggeriert eine Gesellschaft, die eigentlich glücklich sein könnte. Eigentlich könnten wir froh sein das wir Essen haben und auch essen dürfen. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir aus einer Vielfalt von Speisen wählen können und nicht jeden Tag darum bangen müssen hungrig ins Bett zu gehen.
Doch aus Angst vor Zurückweisung oder davor, dass man DEN Mann nicht bekommt, weil man ein paar Gramm zuviel auf die Waage bringt, hungert man. Aber sind wir mal ganz ehrlich: Wenn man sich einredet den Menschen nicht aufgrund der Schönheit, die man im Inneren trägt zu gefallen, sollte man besser überlegen, ob man nicht tauscht. Man sollte einem Menschen aus einem dritte Welt Land ermöglichen zu Leben, ihn nach Deutschland holen und an seiner statt in das Land reisen, in dem Hunger das Leben bestimmt. Damit würde man nicht nur ein Menschenleben retten, sondern auch dem eigenen, unglücklich hungernden Leben einen Sinn geben. Denn eins kann mir kein Mensch auf der Welt erzählen... Das hungern glücklich macht!
Es hungern 925 Millionen Menschen auf der Welt. 6.027 Kinder sterben täglich an den Folgen von Hunger. Wir hier in Deutschland, in einem Land, in dem es Essen im Überfluß gibt, hungern freiwillig. In Deutschland leiden ca. 5 Millionen Männer und Frauen unter Magersucht und Bulimie. Davon sind 3,7 Millionen Menschen stark untergewichtig.
Welche augenscheinliche Ironie sich daraus ergibt ist wohl unverkennbar.
Menschen, die gerne essen würden, können es nicht und sterben. Menschen die essen können, wollen es nicht und sterben in den extremsten Fällen auch. Und warum? Weil sie einem Ideal der Schönheit hinterherjagen. Wer nicht Größe 36 trägt ist nicht schön. Das suggeriert eine Gesellschaft, die eigentlich glücklich sein könnte. Eigentlich könnten wir froh sein das wir Essen haben und auch essen dürfen. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir aus einer Vielfalt von Speisen wählen können und nicht jeden Tag darum bangen müssen hungrig ins Bett zu gehen.
Doch aus Angst vor Zurückweisung oder davor, dass man DEN Mann nicht bekommt, weil man ein paar Gramm zuviel auf die Waage bringt, hungert man. Aber sind wir mal ganz ehrlich: Wenn man sich einredet den Menschen nicht aufgrund der Schönheit, die man im Inneren trägt zu gefallen, sollte man besser überlegen, ob man nicht tauscht. Man sollte einem Menschen aus einem dritte Welt Land ermöglichen zu Leben, ihn nach Deutschland holen und an seiner statt in das Land reisen, in dem Hunger das Leben bestimmt. Damit würde man nicht nur ein Menschenleben retten, sondern auch dem eigenen, unglücklich hungernden Leben einen Sinn geben. Denn eins kann mir kein Mensch auf der Welt erzählen... Das hungern glücklich macht!
Dienstag, 2. November 2010
der oktober
So, ich möchte nun auch ganz traditionell mal einen Monat abschließen und der Welt mitteilen was ich diesen Monat so getan habe (wen's interessiert)...
Gelesen: "Die Tore der Welt" - über 1000 Seiten, gefühlte 5000, aber schön war's trotzdem!
Gesungen: meine Katzen sind dankbar das ich DAS nicht getan habe
Gehört: "Mängelexemplar" durch die "hello kitty" Kopfhörer
Gesehen: Viel zu viel, ich Fernsehkind
Getrunken: heißen Kaba
Gegessen: 4 Gänge Menü beim Sternekoch - noch nie so lecker gespeist
Gekocht: Lasagne und Schweinebraten (und es hat funtioniert)
Gefreut: über indirekte Gehaltserhöhung - Danke an die Gesetzgebung, dass duale Studierende keine Sozialversicherungsabgaben mehr blechen müssen
Geknipst: Katze 1 - Liebster - Katze 2
Gelacht: über den Liebsten, jeden Tag
Geärgert: über Kollege neu - demnächst bekommt er einen extra Post
Gekauft: zu viele Klamotten - siehe die indirekte Gehaltserhöhung
Gefühlt: Verständnis, Liebe, Wut und Schmetterlinge
So... hab's jetzt mal ausprobiert... Resumée daraus ist, dass man sich echt Gedanken über das, was man im letzten Monat erlebt/gefühlt/getan hat, machen muß... Interessant!
Hab's mir abgeschaut vom Schäfchen.
Samstag, 30. Oktober 2010
alles doof
Eigentlich hatte ich mir diese Woche extra einen Tag zusätzlich zu dem langen Wochenende frei genommen, damit ich alles erledigen kann, was ich ewig machen wollte... Fenster putzen. Auto putzen. Ablage machen. PARTY MACHEN.
Aber jetzt hat der Schleim (eklig ich weiß, aber Tatsache), der seit Wochen in meiner Stirnhöhle wohnt gerade heute beschloßen sich seinen Weg an die Freiheit zu bahnen. Toll! Nicht das ich den ganzen Tag schnupfend auf der Couch lag, nein, meine Augen sind zusätzlich rot und verquollen. Ich sehe häßlich aus und fühle mich als ob mir jemand Pfefferspray in die Augen gesprüht hat... Dabei wollte ich weggehen und umwerfend aussehen, damit der Liebste mal wieder sieht wie toll sich sein Mädel zurecht machen kann... Menno... Alles doof. Ich. Schleim. Augen. Aussehen. Müdigkeit.
Genau, jetzt werd ich nölig!
Aber jetzt hat der Schleim (eklig ich weiß, aber Tatsache), der seit Wochen in meiner Stirnhöhle wohnt gerade heute beschloßen sich seinen Weg an die Freiheit zu bahnen. Toll! Nicht das ich den ganzen Tag schnupfend auf der Couch lag, nein, meine Augen sind zusätzlich rot und verquollen. Ich sehe häßlich aus und fühle mich als ob mir jemand Pfefferspray in die Augen gesprüht hat... Dabei wollte ich weggehen und umwerfend aussehen, damit der Liebste mal wieder sieht wie toll sich sein Mädel zurecht machen kann... Menno... Alles doof. Ich. Schleim. Augen. Aussehen. Müdigkeit.
Genau, jetzt werd ich nölig!
Dienstag, 26. Oktober 2010
ring am finger
Neulich nach dem Nägel lackieren....
Der Liebste: Zeig mal deine Finger.
Das xpentesilea: Tatataaa... Schön, oder?
Der Liebste: Da fehlt was.
Das xpentesilea: Was?
Der Liebste: Der Ring.
Ich habe das dann einfach mal kommentarlos im Raum stehen lassen. Irgendwie schon komisch, wenn derjenige, der nicht an die ewige Liebe glaubt plötzlich von Ringen redet...
Der Liebste: Zeig mal deine Finger.
Das xpentesilea: Tatataaa... Schön, oder?
Der Liebste: Da fehlt was.
Das xpentesilea: Was?
Der Liebste: Der Ring.
Ich habe das dann einfach mal kommentarlos im Raum stehen lassen. Irgendwie schon komisch, wenn derjenige, der nicht an die ewige Liebe glaubt plötzlich von Ringen redet...
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