So, ich habe es geschafft. Ich habe dem rauchenden Volk den Rücken zugekehrt. Den Glimmstengel aus meinem Leben entfernt.
Mein halbes Leben hat er mich begleitet und ist mir treu zur Seite gestanden. Wenn alle mich verlassen hatten, er war da. In guten wie in schlechten Zeiten. Doof das man so von einem Ding denkt, dass einem über kurz oder lang an die Gurgel möchte. Aber so ist das mit dem Sucht-Nikotin-Männchen in dem Gehirn. Es hüpft umher und sagt einem wie absolut notwendig es ist zu rauchen. Immer. Anfangs war es sehr schwer das Männchen mundtot zu bekommen. Vor allem nach dem Genuß von Kaffee. Also habe ich den Kaffee auch aufgegeben. Dann natürlich beim exzessiven Alkoholrausch. Aufgegeben. Und zu guter letzt, nach dem Essen. Das habe ich natürlich nicht aufgegeben. Obwohl ich da hart mit mir kämpfe und mit den Pfunden, die jetzt wahrscheinlich auf mich zukommen. Ich hätte während meiner langjährigen Magersucht aufhören sollen zu rauchen, dann hätte ich wenigstens dem Problem mit der Gewichtszunahme nicht ins Gesicht blicken müssen.
Ich war auch, glaub ich, wirklich unausstehlich die erste Woche. Ich dachte ich muss mit jedem in meiner Umgebung über das Rauchen bzw. das Nicht-Rauchen reden. Sogar mit der Dame, die hinter mir an der Theke beim Bäcker stand.
Fremde Frau an Bäckers Theke: "Das dauert aber lange heute."
Frau X.: "Jaa. Früher hätte ich in dieser Zeit mindestens 2 Zigaretten geraucht. Aber wissen Sie, ich rauche nicht mehr."
Fremde Frau an Bäckers Theke:"Aha"
Frau X.: "Ja und Sie glauben gar nicht wie viel besser es mir jetzt ohne diesen ekligen Qualm geht. Immer dieser Gestank. Außerdem schmeckt jetzt alles viiiieeelll besser. Und erst der Geruch. Ich rieche, dass können Sie sich gar nicht vorstellen. OK, der Schweiß mancher Menschen ist echt ein wenig eklig. Und das mit der Verstopfung ist auch doof. Ich kann mir gar nicht vrostellen wie Nichtraucher ihren Stuhlgang regulieren."
Naja, die Frau ging, bzw. rannte dann ganz schnell aus dem Bäcker. Wenigstens war ich früher dran. Wieder ein Vorteil des Nichtrauchens...
Montag, 13. September 2010
Sonntag, 12. September 2010
jahrmarktsschmetterlinge
Der Jahrmarkt,
Karussells,
Menschen,
Freude,
Lachen,
Weinen.
Am Rand steht ein Mädchen,
mit einem Springseil dessen rosa Farbe leuchtet,
wie ein Licht am Karussell.
Es schaut auf die Karussells,
wie sie sich drehen, drehen und drehen.
Auf die Gesichter der Menschen,
Freude, Lachen, Weinen.
Mit großen Augen.
Da hält es inne.
Ein Schmetterling streift ihr Gesicht.
Er fliegt hoch und niedrig,
schnell und langsam.
Es kann die Augen nicht von ihm lassen,
wie er fliegt und kreist und inne hält.
Sie folgt ihm,
mal laufend,
mal rennend,
mal über das rosa Springseil hüpfend.
Alles um sie herum verschwimmt,
Freude, Lachen, Weinen.
Nur der Schmetterling und sie.
Auf einmal fliegt er fort.
Und sie steht da und sieht ihm hinterher.
Mit Freude, lachend und weinend.
Dann steht es alleine auf dem riesigen Platz.
Allein mit dem rosa Springseil.
Mittwoch, 8. September 2010
studiumdingens oder mein kurs, die idioten und ich
Ich hatte mal wieder Seminar... Das gleiche Spiel wie alle paar Wochen. Da kommt der Studienkurs zusammen und man versucht sein Wissen zu vermehren. Man kann sich nicht aussuchen mit wem man studiert. Leider. So gibt es auch in meinem Kurs die gleichen Grüppchen, die sich wohl in jeder Uni finden. Doch manchmal denke ich, dass ich es besonders schwer habe. Da ist diese eine, besonders coole Gruppe. Und nein, ich möchte nicht dazu gehören und schreibe deshalb gemeine und böse Dinge über die Gruppe der "Stars". Denn das Letzte, dass ich möchte, ist mit dieser Gruppe mehr zu tun haben zu müssen als ein "Hallo" und "Tschüß". Es bewirkt schon einen dezenten Brechreiz, wenn ich die drei Seminartage mit diesen Menschen in einem Raum sitzen muss. Ich fühle mich zurückversetzt in die Grundschule, in der sich diese eine besonders tolle Gruppe von Kindern zusammenfindet und nach dem "gemeinsam-sind-wir-stark-Motto" gegen jeden, der "unccol" ist agiert. Uncool ist dabei jeder, der sich in Sprache, Denkweise oder Stil unterscheidet. Dabei muss ich nicht lange nachdenken um festzustellen, dass Individualismus mehr Stilsicherheit verheißt als das Streben nach den neusten Modetrends aus den hippen Teeniezeitschriften. Doch was macht sie besonders cool, die Clique?? Es ist diese divenhafte, vorpubertäre Art und das Bedürfnis in jedem Seminar den Klassenclown zu mimen. Den Laptop immer schön auf dem Tisch und bloß kein Interesse an dem Geplapper des Dozenten bekunden. Möglichst idiotische Kommentare ablassen und betrunken vom Vorabend zum Unterricht zu kommen ermöglicht eventuell sogar einen sozialen Aufstieg innerhalb der Clique. Vor allem wenn man von 3 Seminartagen, eben diese 3 Tage mit einem Promillewert von 5,0 durch die Gegend schunkelt. Ja, wir sind ja alle erst 18 und müssen unsere Jugend noch ausleben. Deshalb bekommen wir nicht genug vom exzessiven Feiern und wir fühlen uns ganz toll bei dem Prahlen über den Absturz beim morgendlichen Frühstück im Hotel...
"Hey Frau Xpentesilea, wir haben uns ja gar nicht unterhalten dieses Mal."
Gedacht: "Ja du Arschgesicht. Das war Absicht. Und jetzt schmier dir dein falsches Grinsen aus der Fresse und sieh der Tatsache ins Gesicht, dass weder du noch ich miteinander reden wollen und unser Glück und gesundheitliches Wohlbefinden genau dadurch beeinflußt wird, dass wir nicht miteinander kommunizieren."
"Hey Frau Xpentesilea, wir haben uns ja gar nicht unterhalten dieses Mal."
Gedacht: "Ja du Arschgesicht. Das war Absicht. Und jetzt schmier dir dein falsches Grinsen aus der Fresse und sieh der Tatsache ins Gesicht, dass weder du noch ich miteinander reden wollen und unser Glück und gesundheitliches Wohlbefinden genau dadurch beeinflußt wird, dass wir nicht miteinander kommunizieren."
Dienstag, 7. September 2010
von der unendlichkeit zum moment
Ich öffnete die Augen und da warst du.
Immer schon neben mir.
Doch trotzdem weit entfernt.
Die Unendlichkeit trennte unsere Gedanken und unsere Wege.
Im nächsten Augenblick,
ist sie nur einen Moment entfernt,
die Unendlichkeit.
Ganz nah bist du nun.
Streckst deine Hand aus
Und berührst mein Herz.
Es zuckt.
Aus Angst, du könntest es verletzen.
häßlich
Ich sehe mich so, wie mich andere nicht sehen.
Der Spiegel zeigt mir eine häßliche Fratze, die mir zeigt, dass ich gar nicht das bin, was ich gerne wäre.... Dünn. Hübsch. Mit perfekter Nase und einem gebräuntem Teint.
Wie macht man es sich selber zu mögen? So viele Jahre habe ich trainiert mich nicht zu mögen und jetzt schaffe ich es nicht mehr auf die andere Seite. Ich ziehe da nicht nur mich in den Abgrund, sondern auch den einzigen Menschen, den ich von ganzem Herzen liebe. Weil schließlich kann er mich nicht hübsch finden. Er muss lügen! Er muss eine andere, schönere, dünnere Frau begehren, die nicht ich bin... So zerstöre ich Stück für Stück mich und das, was mir etwas bedeutet...
Der Spiegel zeigt mir eine häßliche Fratze, die mir zeigt, dass ich gar nicht das bin, was ich gerne wäre.... Dünn. Hübsch. Mit perfekter Nase und einem gebräuntem Teint.
Wie macht man es sich selber zu mögen? So viele Jahre habe ich trainiert mich nicht zu mögen und jetzt schaffe ich es nicht mehr auf die andere Seite. Ich ziehe da nicht nur mich in den Abgrund, sondern auch den einzigen Menschen, den ich von ganzem Herzen liebe. Weil schließlich kann er mich nicht hübsch finden. Er muss lügen! Er muss eine andere, schönere, dünnere Frau begehren, die nicht ich bin... So zerstöre ich Stück für Stück mich und das, was mir etwas bedeutet...
Dienstag, 31. August 2010
das geheime leben des liebsten
Heute habe ich es entdeckt.... Das geheime Leben meines Liebsten. Eigentlich konnte er bis jetzt nichts geheimhalten. Von pornographischen Bildern, bis hin zu denselbigen Filmchen habe ich alles entdeckt. Alle Exfreundinnen entlarvt und sämtliche Urlaubsbilder der ehemaligen Liebe haßerfüllt betrachtet. Das nachforschen in diversen Internetsuchmaschinen ist ein nettes Hobby, dass ich so ein bis zwei Mal im Monat betreibe. Und heute ist es dann passiert... Gelangweilt im Büro wollte ich mal wieder meiner investigativen Detektivarbeit nachgehen und versuchte neue Kombinationen des Namen des Liebsten mit diversen Schlagworten... Plötzlich tatataa... Seine Initialen. Ein Blog. Der Liebste hat gebloggt. Gebannt konnte ich nur noch mit offenen Mund auf den Bildschirm starren. Meine Kollegen müssen gedacht haben es sei etwas grausames mit meinen Studenten passiert (ein Pups der quer liegt oder so). 2 Stunden musste ich jedes noch so kleine Detail des Blogs inspizieren und lesen... Es ist interessant, dass man zwar zusammen lebt, jedoch von dem Leben vor der gemeinsamen Zweisamkeit nichts, aber auch gar nichts weiß.
Zumindest weiß ich jetzt ein wenig mehr...
Zumindest weiß ich jetzt ein wenig mehr...
liebster liebling
Ich weiß, oft hast du es ganz schwer mit mir... Mit meinen Zicken. Mit meinen Ängsten. Mit meinen Macken. Mit meinen Kanten. Mit meinem Geplapper, dass dich sogar bis in die Nacht verfolgt.
Ich weiß auch, dass es momentan besonders schlimm ist. Aber du sollst wissen, dass auch wenn ich zicken tue, ich sie trotzdem liebe. Und zwar nicht nur so ein bißchen, sondern ganz viel.
Darauf eine Kopfnuß mein Schatz...DONG!
Ich weiß auch, dass es momentan besonders schlimm ist. Aber du sollst wissen, dass auch wenn ich zicken tue, ich sie trotzdem liebe. Und zwar nicht nur so ein bißchen, sondern ganz viel.
Darauf eine Kopfnuß mein Schatz...DONG!
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